Weder lustig noch fein - ein fragwürdiger Faschingsscherz

Dass Bürgermeister Kaiser ein engagierter Karnevalist ist, ist bekannt. Allerdings sind seine Äußerungen in dem NNP-Bericht vom 02.02.2016 „Prostitution: Elz ist nun Sperrbezirk“ weder lustig noch fein. Begrüßenswert ist lediglich, dass in Elz keine Bordelle und auch kein Straßenstrich betrieben werden können.

An der Situation im Elzer Wald entlang der Straße zwischen Staffel und Görgeshausen ändert sich allerdings kaum etwas. Das Elzer Ordnungsamt bekommt allerdings als zusätzliche Aufgabe zu überprüfen, ob die Damen auch die Gemarkungsgrenzen einhalten. Immerhin wurde vorausschauend die Stelle des Hilfspolizisten schon einmal aufgestockt.

Nicht nachzuvollziehen sind allerdings Bürgermeister Kaisers Aussagen „vom größten Autobahnpuff Europas“ und dass „die Prostitution auch im Ortskern hätte Einzug halten können“.

Hier ist wohl seine Fantasie als Fassenachter mit ihm durchgegangen. Nicht die feine englische Art ist auch die Klassifizierung von Interessenten für das ehemalige Hotel Schäfer in „seriös“ und „zwielichtig“. Aus den bekanntgewordenen Interessensbekundungen gab es keinerlei Hinweis auf einen drohenden Einzug der Prostitution in den Ortskern von Elz.

Für uns stellen sich folgende Fragen: Wozu dient eine solche Unterstellung? Soll sie als weiteres (Schein)-Argument für den in Elz immer noch umstrittenen Ankauf des Hotels Schäfer durch die Gemeinde dienen oder soll sie von der Tatsache ablenken, dass sich trotz des CDU-Antrags für die Sperrgebietsverordnung an der Situation in Görgeshausen fast nichts ändern wird? ist das schon ein Teil des Kommunalwahlkampfs des CDU-Spitzenkandidaten?