Kein Gewerbegebiet entlang der A3, aber Aufzug für die Kinderkrippe

Die SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung Elz lehnt eine Ausweisung eines Gewerbegebietes entlang der Bundesautobahn A3 ab. Daneben beantragt sie für die nächste Sitzung der Gemeindevertretung, bei der Aufstockung der Kindertagesstätte „Lollipop“ zur Unterbringung der Kinderkrippe „Mary Poppins“ auch einen Aufzug einzubauen.

Fraktionsvorsitzender Thomas Lang erklärte, die Ablehnung des diskutierten Gewerbegebietes entlang der Bundesautobahn sei vor allem der Tatsache geschuldet, dass das eigentliche Anliegen, in Elz Flächen für produzierendes Gewerbe zu schaffen, auf dieser Fläche nicht umsetzbar sein wird. Aufgrund der Abstandsflächen zur Bundesautobahn sowie der vorhandenen Wohnbebauung sei dort allenfalls die Ansiedlung von sog. nichtstörendem Gewerbe möglich. In Elz bestehe aber vor allem Bedarf an Flächen für produzierendes Gewerbe. Auch spricht sich die Elzer SPD-Fraktion dafür aus, die vorhandene Grünzone zwischen Autobahn und Wohnbebauung zu erhalten. Bei einem Ortsbegang habe man deutlich feststellen können, dass der vorhandene Baumbewuchs erheblich zu einer Reduzierung des von ICE-Strecke und Bundesautobahn ausgehenden Lärms beitrage. Darüber hinaus sei davon auszugehen, dass die vorhandene Bepflanzung auch andere Schadstoffbelastungen z.B. durch Feinstaubemissionen reduzieren könne. Auch die Tatsache, dass viele Anlieger, aber auch eine ganze Reihe von anderen Elzer Bürgerinnen und Bürgern, diesen Bereich als Naherholungsgebiet nutzten, führte mit zu dem einstimmig gefassten Ablehnungsbeschluss.

Außerdem hat die SPD-Fraktion beschlossen, für die Aufstockung der Kindertagesstätte Lollipop den Einbau eines Aufzuges zu beantragen. Damit kommt die Elzer SPD einer Forderung aus der letzten Bürgerversammlung nach, in der das Thema von den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern angesprochen wurde.

Fraktionsvorsitzender Thomas Lang erklärte dazu, dass die Gemeinde hier auch ihre Vorbildfunktion wahrnehmen müsse. Auch wenn rechtlich der Einbau eines Aufzuges nicht zwingend sei, müssten gerade öffentliche Einrichtungen darauf achten, dass ihre Gebäude barrierefrei erreichbar seien. Hinzu komme, dass die Inklusion – also gemeinsame Betreuung von behinderten und nichtbehinderten Kinder in den Kindertagesstätten - schon lange alltäglich sei. Es sei davon auszugehen, dass künftig auch in Kinderkrippen behinderte Kinder zum alltäglichen Bild gehörten. Aber auch für behinderte Eltern oder Großeltern, die Kinder in die Krippe bringen, müsste diese einfach zu erreichen sein.

Lang nannte als weiteren Aspekt auch den demographischen Wandel. Sinkende Geburtenraten könnten in den kommenden Jahren dazu führen, dass ggf. die durch die Aufstockung geschaffenen Räume auch einer anderen Nutzung zugeführt werden müssten. Deshalb gehöre zu einer vorausschauenden Planung auch der Einbau eines Aufzuges.